Ein Container, der Leben bewegt. 

In der Schweiz gespendet oder eingekauft, in Brockenhäusern aufgestöbert oder aus Liquidationsposten übernommen. Sorgfältig verpackt und geschickt verladen, machen sich die Waren in einem 40-Fuss-Container (67 Kubikmeter) auf die 6-bis 8-wöchige Schiffsreise in den Kongo. Wenn ein Container im Hafen von Boma eintrifft, beginnt weit mehr als nur das Entladen von Waren.

Dann beginnt Arbeit. Hoffnung. Bewegung.

Ein Container – 6 Wochen Hoffnung.

Sie verdienen einen Lohn, bekommen Essen, organisieren Transport. Jeder Auftrag bedeutet: Heute gibt’s etwas zu tun. Heute gibt’s eine Perspektive. Das Resultat ist nach jahrelanger Erfahrung von Rock & Pearl:

Ein Container schafft Arbeit für mindestens 40 Menschen – über mindestens sechs Wochen hinweg.

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Viele Hände packen mit an 

Projektverantwortliche von Rock & Pearl, Tagelöhner, Helfer:innen, Polizist:innen. Sie entladen, sortieren, bewachen, transportieren. Jeder Handgriff schafft einen Moment der Würde – in einem Land, in dem Arbeit selten ist.

Der Grossteil der Bevölkerung lebt von Gelegenheitsjobs und Handel. Genau hier setzt unsere Arbeit an: mit Hilfe, die den Menschen nicht nur etwas gibt – sondern etwas ermöglicht. 

Harte Fakten

Über 70 % der Menschen im Kongo müssen mit weniger als 2,15 US-Dollar pro Tag auskommen (World Bank, 2024).


Aus Waren wird Wirkung

Bevor etwas verkauft wird, sortieren wir aus:

Nähmaschinen für Ausbildungszentren. Elektronik für Schulen, Unis und Internetcafés. Kleider und Schulmaterial für Kinder in unseren Grossfamilien.
 
Alles andere wird weitergegeben – zu symbolischen Preisen. Eine Investition in Wissen, Würde und Selbstbestimmung. Nicht kostendeckend, aber wirksam. Eine Bibel beispielsweise für 2,30 US-Dollar; dass die Produktionskosten damit nicht gedeckt sind, dürfte einleuchten. Händler:innen nehmen sie aber gerne in ihr Sortiment auf, da sie sich gut weiter verkaufen lassen.

Und der Verkauf bewegt mehr als Ware:

Er schafft Einkommen. Denn um Güter zu den Dörfern zu bringen, braucht es Taxis, Motorräder, Busse, Schubkarren. Jede Bewegung schafft Verdienst. Jeder Weg schafft Teilhabe. So werden aus Bedürftigen Kund:innen, aus Eltern Kleinhändler:innen, aus Abhängigen Selbstständige. Sie kaufen gezielt ein – und verkaufen weiter. Nicht zum Maximalpreis, sondern angepasst an die lokalen Verhältnisse. 

So entsteht ein Kreislauf: aus Wertschätzung, Verantwortung und Einkommen. 

Elektronik, die bleibt. 

Die Realität im Kongo hat noch eine andere bittere Seite: Ein Markt, überschwemmt von Billigware. Ein HP-Laptop für 200 US-Dollar? Klingt gut. Doch oft halten diese Geräte nicht lange. Sie gehen kaputt, schneller als sie gebraucht werden können. Und was bleibt, ist Elektroschrott. Ganze Hügel davon. Dort suchen Kinder und die Ärmsten nach etwas Verwertbarem. Zwischen Rauch, giftigen Dämpfen und brennenden Schaltkreisen. Eine Art Recycling – ohne Schutz, ohne Würde, ohne Zukunft. 

Rock & Pearl setzt auf das Gegenteil.

Wir liefern ausschliesslich einwandfreie Occasionsgeräte, geprüft und wiederaufbereitet durch die GEWA in Zollikofen – Geräte, die auch in der Schweiz verkauft werden. Laptops, die halten.

Transportkosten

  • Transportkosten Schweiz - DR Kongo: ca. CHF 8'000.-
  • Verzollungskosten: mind. CHF 10'000.-
  • Der Transport einer Bananenkiste kostet so etwa CHF 13.-


Vom Lager in der Schweiz

mit vereinten Kräften beladen

und im Kongo angekommen.

Anekdote zum Schmunzeln

Im Container wird es glühend heiss. So schmolzen die gespendeten Gummistiefel oben am Rand und sorgten für Staunen und Schmunzeln. Zum Glück schmolzen sie nicht ganz dahin und die Kinder konnten sie noch mit Freude tragen.

Matratzen aus der Schweiz

Rock & Pearl erhielt von der OBA AG bereits mehrmals gut erhaltene Spital-Matratzen. Diese wurden diversen medizinischen Einrichtungen abgegeben sowie für unsere Waisenhäuser gebraucht.

Gebraucht? Gesucht! Unsere Top 5 für ein zweites Leben.

Wir suchen laufend gut erhaltene Waren. Egal ob deutscher oder Schweizer Stecker – wir können beides verwenden.

Nähmaschinen

Tiefkühlgeräte & Kühlschränke

TVs

Freistehende Kochherde

Stapelbare Plastikstühle

Was wir oft gefragt werden:

Wäre es nicht günstiger die Waren direkt im Kongo zu kaufen?

Unsere Antwort: Vielleicht günstiger. Aber nicht besser. Und ganz sicher nicht nachhaltiger. Der Markt wird überschwemmt von Billigwaren, die schnell kaputt gehen und giftige Abfallberge produzieren. Aufgrund anhaltender bewaffneter Konflikte können gar nicht alle Waren vor Ort beschafft werden.

Warum gebt ihr die Hilfsgüter nicht einfach gratis ab?

Was bringt es, in ein Dorf zu fahren und Kleider, Schuhe oder Pfannen zu verteilen? Kurzfristig ist vielleicht ein Kind besser ausgerüstet. Doch was, wenn es krank wird – und die Eltern kein Geld für eine Behandlung haben? Dann stirbt es unter Umständen mit Schuhen. Oder es hat eine Jacke, aber keinen Zugang zu Bildung.

Gib dem Hungrigen nicht den Fisch – sondern zeig ihm, wie man fischt. 

(chinesisches Sprichwort)

Ja, wir geben auch kostenlos ab – an Menschen, die wirklich nichts haben: 

Waisen, Witwen, Mittellose. Doch wir glauben an etwas, das langfristig mehr verändert als reine Hilfe: Selbstwirksamkeit. 


Und nein – Mikrokredite haben bei uns nicht funktioniert.

Die Realität vor Ort ist komplex. Was auf dem Papier gut klingt und  bei anderen auch durchaus funktioniert, scheitert manchmal in der Praxis. Versuche sind weitgehend gescheitert. In einem Land mit solch grosser Armut war das Problem, dass das Geld nicht zurückbezahlt werden kann, weil es für Dringenderes ausgegeben werden muss. Für Schulgeld. Für Nahrung. Für medizinische Versorgung. Kurz zum Überleben.

Deshalb setzen wir auf direkte Förderung von Kleinunternehmen. Hilfe zur Selbsthilfe. Nicht neu – aber wirksam.


Waren spenden

Als kleiner Verein können wir leider keine Abholung anbieten. Melde dich trotzdem gern, wir finden sicher eine Lösung wie deine Spende zu uns kommt.